Samstag, 16. Mai 2015

Loveletters to the Dead von Ava Dellaira

Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
Verlag: cbt (23. Februar 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3570163148
ISBN-13: 978-3570163146
Preis: 17,99 Euro



Es beginnt mit einem Brief. Laurel soll für ihren Englischunterricht an eine verstorbene Persönlichkeit schreiben. Sie wählt Kurt Cobain, den Lieblingssänger ihrer Schwester May, die ebenfalls viel zu früh starb. Aus dem ersten Brief wird eine lange Unterhaltung mit toten Berühmtheiten wie Janis Joplin, Amy Winehouse und Heath Ledger. Denn die Toten verstehen Laurel besser als die Lebenden. Laurel erzählt ihnen von der neuen Schule, ihren neuen Freunden und Sky, ihrer großen Liebe. Doch erst, als sie die Wahrheit über sich und ihre Schwester May offenbart, findet sie den Weg zurück ins Leben und kann einen letzten Brief an May schreiben (Klappentext: Amazon)

Er nahm die Hand von meinem Bein und seine Finger fanden meine und waren wie ein Anker, der mich auf der Erde festhielt. Ich saß wieder bei ihm im Wagen und er fuhr den Highway entlang. Schnell, aber nicht zu schnell, und auch nicht zu langsam, sondern genau richtig.
 Laurel soll in ihrer neuen Schule einen Brief an eine verstorbene Persönlichkeit schreiben. Dabei wählt sie zuerst Kurt Cobain und beginnt von ihrer Vergangenheit zu erzählen. Sie schreibt immer weiter und wählt dabei immer andere berühmte Persönlichkeiten wie Janis Joplin, Amy Winehouse und viele andere. Dabei verarbeitet sie langsam den Tod ihrer Schwester May, an dem sie sich die Schuld gibt.

Je mehr Briefe Laurel schreibt, desto mehr lernt man sie kennen. Erfährt das sie und ihre Schwestern "Feen" gewesen waren, Feen deren Flügel nun zerbrochen sind und der Schmerz über den Verlust von May, zieht sich wie ein rotes Tuch durch Laurens Leben. Die Familie ist auseinander gerissen und Laurel fühlt sich allein zurückgelassen.

Sie wirkt anfangs einsam und verloren und die Traurigkeit die in ihren Zeilen mitschwingt läst den Leser mit ihr fühlen. Trotzdem ist da auch noch eine andere Seite in Laurel, eine die das Träumen nicht verlernt hat, eine die kämpft und eine die Liebt. Denn als sie Sky kennenlernt, beginnt sie sich zu verändern. Ihr Lebensmut kommt langsam zurück und sie hat schnell neue Freundinnen gefunden. Langsam kehrt Lauren wieder ins Leben zurück. Auch wenn dieses noch ein paar unangenehme Erlebnisse für sie bereit hält.

Wieder eines der Bücher das ich nicht mehr aus der Hand legen konnte, der wunderschöne Schreibstil hat mich gefesselt, die Briefe an die Berühmtheiten sind sehr emotional geschrieben und zeichnen ein gutes Bild von Lauren. Sie wirkt zerbrechlich, trotzdem sind ihre Zeilen teils mit Trauer und teils mit Hoffnung gefüllt. Man will einfach nicht zu lesen aufhören, denn man merkt wie Lauren mit kleinen Schritten langsam wieder zu Leben beginnt.

Ich bin wirklich froh das ich Loveletters to the Dead gelesen habe. Ich mag Bücher in denen man das Gefühl hat von "echten" Menschen zu lesen. Laurel ist so ein Charakter den es auch im wirklichen Leben gibt als jemanden der sich zurückzieht weil er mit Verlust und Schuld nicht umgehen kann. Einer der trotzdem kämpft und lernt, das nicht alles vorbei ist wenn etwas schlimmes passiert. Ein Buch das Mut macht, Mut zum Leben und Mut man selbst zu sein.

Laurel, lebt nach dem Tod ihrer Schwester mal bei ihrem Vater und dann wieder bei ihrer Tante, weil sie dort zur Schule geht. Um nicht immer an May erinnert zu werden, will sie lieber an der neuen Schule lernen. Anfangs ist Laurel mehr ein "Geist" als eine Mitschülerin, denn sie zieht sich zurück. doch immer mehr kommt sie wieder aus ihrem Schneckenhaus und lernt sich zu öffnen, gewinnt neue Freunde und wieder Selbstvertrauen. Laurel ist wie du und ich mit Ecken und Kanten , mit Ängsten und Sehnsüchten und das macht sie zu einem ganz besonderen Charakter. Ich mochte sie sofort weil sie so "Echt" wirkte.

Sky, der eigentlich Skylar heisst. Er hat Laurel von Anfang an beobachtet und sich ziemlich schnell mit ihr angefreundet. Er gilt als Junge mit Geheimnissen, denn auch er hat es nicht leicht in seinem Leben, deshalb wirkt er ein wenig verschlossen. Laurel gegenüber öffnet er sich langsam und stetht ihr immer hilfsbereit zur Seite. Ich mochte Sky, bis auf einmal, aber dannach wieder.
In den meisten Jugendbüchern geht es vorwiegend um Liebe, hier geht es um den Mut zum Leben. Um Laurel, einen wunderbaren Charakter der mich auf ganzer Linie überzeugen konnte. Eine wunderschöne, sehr emotionale Handlung die einem zu Herzen geht. All das verpackt in sehr schön gewählte Sätze machen Loveletters to the Dead zu einem total schönen Buch. Ich kann dieses Buch guten Gewissens an alle empfehlen die sich nach einem Buch sehnen in dem Liebe, Mut und Lebensfreude vorkommt.In einem Satz: Ein wunderschönes, tiefgründiges Jugendbuch über Mut, Liebe und das Leben

Love Letters to the Dead erhält 5 von 5 Herzchen



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