Sonntag, 26. Juli 2015

Das Spiel der Götter (2) - Das Reich der sieben Städte von Steven Erikson

Taschenbuch: 512 Seiten
Verlag: Blanvalet (1. April 2001)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442249414
ISBN-13: 978-3442249411
Preis: 9,99 Euro





Getrieben von der Suche nach seiner Vergangenheit betritt Icarium mit seinem Gefährten Mappo die heilige Wüste Raraku. Es ist nur eine Ahnung, doch Icarium hofft, dort seine verlorene Erinnerung wiederzufinden. Doch in der Raraku schwelt nicht nur die Rebellion gegen das Malazanische Imperium. Hier befindet sich auch das Ziel eines Rennens um unvorstellbare Macht. Icarium ist nicht daran interessiert, an diesen Geschehen teilzuhaben – doch nahezu jeder scheint ihn für einen Konkurrenten zu halten, der beseitigt werden muss (Klapptext: Amazon)

Wie schon im ersten Band, so gibt es auch im zweiten Band wieder eine Menge Charaktere die man kennengelernt und auf ihren Abenteuern begleitet. Ich habe ehrlich gesagt immer ein wenig gehofft etwas von den Charakteren aus dem ersten Band zu erfahren, besonders von Flickenseel und Paran. Aber die beiden kamen nicht  bis kaum vor, dafür aber wurde mehr auf Falisin, Crokus und auch einige der schon bekannten Charaktere aus dem ersten Band eingegangen.

Im ersten Band musste man sich bereits von der einen oder anderen Figur trennen, hier kommen wieder ein paar interessante Charaktere hinzu. Tavore, die neue Mandata zum Beispiel oder Mappo und Icarium. Alle Charaktere aufzuzählen würde ein wenig zu lange dauern. Die meisten Bekannten aus dem ersten Band sind jedoch wieder mit dabei. Und schon wie bei George R.R. Martin, wird auch hier mehr auf die für den Handlungsabschnitt wichtigen Charaktere eingegangen.

Der Krieg geht weiter und teilweise schon ziemlich sehr detailliert werden die armen Opfer beschrieben was dem ganzen jedoch eine gewisse Tiefe verleiht. Für zarte Gemüter ist es wahrscheinlich weniger amüsant über abgetrennte Organe zu lesen aber das gehört nun mal dazu.
Insgesamt wird auch in diesem Band dieses mal noch ein größererer Wert auf Beschreibungen gelegt. 

So sind im Vergleich zum ersten Band die Schauplätze noch besser herausgearbeitet und fügen sich gekonnt in die Handlung ein. Ich persönlich mag das, denn das verleiht der Geschichte einen gewissen "Fantasy Flair" den ich bei solchen Geschichten sehr gerne hab.
Am meisten berührt hat mich dieses mal Falisins Schicksal. Sie hat ein hartes Los zu tragen und macht einiges mit. Aber auch ihre Rolle passt sehr gut zur Geschichte, auch wenn ich mir für sie ein schöneres Schicksal gewünscht hätte.

Am Schreibstil ist wie vorher schon nichts zu bemängeln. Steven Erikson schreibt in einfachen, beschreibenden Sätzen und schafft es gekonnt eine tolle neue Welt vor den Augen des Lesers entstehen zu lassen. Das diese auch sehr grausam ist, habe ich ja schon angedeutet.
Der erste Teil war schon klasse. Dieser hier bringt sogar noch eine Steigerung. Es kommen neue Charaktere hinzu, es wird blutiger und die Handlung verspricht wie schon vorher einige Überraschungen. Fantasy Liebhaber sollten getrost zugreifen.

In einem Satz: sogar noch besser als der erste Band

Das Spiel der Götter(2)- Das Reich der sieben Städte von Steven Erikson erhält 5 von 5 Sternen


Kommentare:

  1. Huhu Lilly,

    die Bücher von Steven Erikson lächeln mich wohl bei jedem Besuch einer Buchhandlung an.
    Das Layout spricht mich schons ehr an, doch ich war bisher immer am Zweifeln, mir diese zuzulegen - auch, weil ich noch an "Das Lied von Eis und Feuer" hänge. Kann man die beiden in etwa vergleichen von dem Genre und der Charaktervielfalt?

    Auf jeden Fall sieht es danach aus, dass ich mir den ersten Teil mal zulegen muss :D

    Liebe Grüße
    Alex

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    1. Hallo Alexander ;)

      Ich bin ja auch neine "Das Lied von Feuer und Eis" Leserin aber ich muss ehrlich sagen das mich Steve Eriksons "Spiel der Götter" auch fasziniert. Das Magiesystem dort ist schon mal klasse und an Charakteren mangelt es auch nicht. Teilweise sind ziemlich brutale Szenen in den Büchern zu lesen, aber das passt immer gut dazu ;)
      von Genre her sind beide ja Fantasy, bei Martin geht es vorwiegend um die Intrigen und Königshäuser, bei Erikson ist es ebenso komplex und findet auf mehreren Ebenen statt.

      Liebe Grüße zurück ;)
      Lilly

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